Dienstag, 6. August 2013

Ein ganzes halbes Jahr - Jojo Moyes



Inhalt:
Lou verliert plötzlich ihren geliebten Job als Kellnerin und findet zunächst keine neue Beschäftigung. Als es jedoch dringend notwendig wird wieder Geld zu verdienen, nimmt sie einen Job an, der sie vor große Herausforderungen stellt. Denn ihr neuer Chef Will ist alles andere als gesellig. Mit ihrem verrückten Kleidungsstil und ihrer fröhlichen Art findet sie jedoch schnell einen Zugang zu ihm und es entwickelt sich langsam eine außergewöhnliche Liebesgeschichte…denn Will sitzt im Rollstuhl und kann sein Leben nicht mehr selbst bestimmen. Er will diese Machtlosigkeit über seinen eigenen Körper nicht akzeptieren und so versucht Lou alles, um ihm seine Lebensfreude wieder zurück zu bringen.

Meine Meinung:
Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte mit zwei authentischen und liebevoll gestalteten Hauptcharakteren wird hier erzählt. Ich habe die Geschichte sehr genossen, da sie mich nicht nur zum Lachen und zum Weinen gebracht hat, sondern auch zum Nachdenken und Innehalten. Obwohl mir manche Passagen im Buch etwas lang wurden, verlor ich nie das Interesse an der eigentlichen Handlung. Vielleicht auch, weil die Geschichte, obwohl sie eine Liebesgeschichte ist, keineswegs kitschig oder schnulzig daherkommt, sondern humorvoll und ehrlich. Und auch der Schreibstil aus der Ich-Perspektive von Lou war angenehm zu lesen und spiegelte den Charakter der Protagonistin sehr gut wieder. Humorvoll führt sie den Leser durch ihre Erlebnisse und Gedanken und gibt so Einblicke in ihre Gefühlswelt. Nach und nach erfährt man mehr über die Vergangenheit von Lou und Will und kann einige Verhaltensweisen besser verstehen. Ich habe schon sehr früh im Buch über das Ende spekuliert und die Reaktionen von Lou und Will genaustens analysiert. Trotzdem konnte ich bis zum Schluss nicht genau sagen wie es endet. Ich sage nur soviel: ich habe geweint…ob aus Trauer oder vor Freude das müsst ihr selbst rausfinden.

Fazit:
Eine  wunderbare Liebesgeschichte, die mit Witz und viel Gefühl erzählt wird und einen über das eigene Leben nachdenken lässt.



Zum Buch:
512 Seiten 
rororo Verlag
Originaltitel: Me before You

Ich bewerte mit 4,5 von 5 Daisies

Bis bald
 

Kommentare:

  1. Mir ging es auch so, dass ich fast durchgehend über das Ende spekuliert habe.

    Zwischenzeitlich wollte ich das Ende gar nicht mehr lesen, weil ich Angst davor hatte.

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    1. Ging mir genauso^^ Irgendwann hatte ich wirklich Angst vor dem Ende - und da kann man dann wirklich gar nichts anderes als heulen. Aber ich bin trotzdem sehr froh, dass ich es gelesen habe ;)

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  2. Um ehrlich zu sein wollte ich das Buch erst nicht lesen, weil ich das Thema ZU traurig fand...
    Aber alles in allem war es doch ein klasse Buch und ich bin froh es doch noch gelesen zu haben :D

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    1. ja ich wollte es auch erst nicht lesen aber aus einem anderen Grund...ich dachte es wäre ein Abklatsch von "ziemlich beste Freunde" nur halt mit einer Frau und einem Mann. Aber genau wie du bin ich froh, dass ich es gelesen habe!
      LG Anni

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  3. Ich war auch unsicher, wie das Buch endet, lag mit meiner Vermutung aber schlussendlich richtig. Und auch wenn es ein sehr nachdenklich und traurig machendes Buch ist, habe ich es sehr genossen. Für mich eines der schönsten Bücher des Jahres :-)

    Und das nächste Buch von Jojo Moyes werde ich mir auch wieder vorknöpfen :-)

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    1. ja "Eine Handvoll Worte" steht auch schon auf meiner Wunschliste! :)

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  4. Hallo Anni.
    Zufall. Ich lese mich auch durch die Seiten des Romans, während im Kopf der Film darüber läuft. Ich mag den Roman wie seine Akteure. Zumal auch, weil Jojo Moyes alles vermeidet, das zum eingespielten Besteck eines solchen Dramas gehört. Der Roman nimmt sich die Passagen der Ruhe, um auch damit Lou zu beleuchten.
    Ich mochte Lou nach den ersten Zeilen und hatte ihre ideale Darstellerin bereits nach einem Dutzend Seiten vor Augen. Etwas später den für Will.

    Freut mich, daß Du einen anmerkenswerten Roman hattest.

    bonté

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  5. Huhu!

    In der Zwischenzeit ist das Buch ja verfilmt worden - und durch das Filmplakat sieht man das Buch jetzt wieder auf jeder Falttheke stehen, egal ob Buchhandlung, Kiosk oder Supermarkt :D. Trotzdem kann ich mich nicht so recht überwinden, von Moyes etwas zu lesen, ich bin zwar gegenüber Heul-Büchern (So nenne ich traurige Liebesgeschichten für mich ein bisschen scherzhaft) nicht generell negativ eingestellt, aber ich brauche sie wohldosiert, mehr als ein oder zwei pro Jahr schaffe ich einfach gefühlsmäßig nicht ...

    Liebe Grüße
    Marie

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